Auch im Winter: Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor

Täglicher Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung heißt am Ende des Winters die Pflegeregel Nr. 1 – gerade im Frühjahr ist die Sonne nämlich besonders gefährlich. Denn einerseits ist schon im April der Sonnenstand mit dem im August vergleichbar, andererseits ist die Haut noch winterblass und hatte keine Gelegenheit schützende Bräune oder die sogenannte Lichtschwiele, eine Verdickung der Oberhaut, die unsere Haut natürlicherweise vor UV Strahlung schützt, auszubilden.

Eine beruhigende Tagescreme mit Lichtschutzfaktor plus UVA Schutz ist jetzt im Frühjahr ein Muss. Doch die Gefahren, die die Frühlingssonne mit sich bringt sind nur wenigen deutschen Frauen bewusst. Denn nur eine Minderheit verwendet Gesichtspflegeprodukte, die einen wirksamen Schutz vor UVA und UVB Strahlung bieten, wie das frei HautforschungsInstitut in einer Umfrage an 1044 Frauen ab 14 Jahren herausfand. Demnach verwenden nur 16,4 % der befragten Frauen überhaupt Gesichtspflege mit Lichtschutz; davon nur 6,1 % Cremes mit LSF 15. Jede zweite benutzt eine normale Tagescreme und bei Bedarf Lichtschutz (51 %). 13 % glauben, ihre Haut sei unempfindlich und brauche keinen Schutz, während 14,6 % die Empfehlungen für übertrieben halten. 3,9 % der Frauen sind den ganzen Tag über drinnen und verwenden deshalb keinen Schutz.

Doch schon bei einer UVB Intensität, die 60% der Erythemschwellendosis erreicht, können Schädigungen der Erbsubstanz der Hautzellen auftreten, was die Entstehung von Hautkrebs fördert. Auch die UVA Strahlung der Natursonne oder in Solarien führt zu Veränderungen an der Epidermis, den aktinischen Keratosen, die ebenfalls bösartig werden können. Aktinische Keratosen wurden früher nur bei älteren Menschen beobachtet, in jüngerer Zeit sind jedoch auch Menschen ab 30 Jahren betroffen. Dermatologen führen dies auf das veränderte Sonnen- und Freizeitverhalten und auf die Verbreitung von Solarien zurück.

Trotz der positiven Wirkung der Sonne auf die Vitaminbildung und die allgemeine Abwehrkraft, wird die Abwehrkraft der Haut vor allem durch UVB Strahlung beeinträchtigt, Akne kann sich verschlimmern, Herpesinfektionen können aktiviert werden.

Sonnenbrandalarm: Wirksamer UVB Schutz ist gefragt

Im Frühling sind vor allem Gesicht, Dekolleté, Oberarme und Hände gefährdet. Da die Haut im Gesicht sehr viel dünner und empfindlicher ist als am Körper, ist zu Beginn des Frühlings eine Gesichtscreme mit Lichtschutz Pflicht. Die Höhe des Lichtschutzes sollte dabei entsprechend der Lichtempfindlichkeit gewählt werden. Lichtschutzfaktor 15 schirmt 90% der UVB Strahlung ab, wenn höhere Faktoren erreicht werden sollen, müssen deutlich größere Mengen an Lichtschutzsubstanzen eingesetzt werden, was die Produkte weniger gut verträglich macht. Deshalb ist ein höherer LSF in der täglichen Gesichtspflege auch unter Fachleuten nicht unumstritten.

Gegen Pigmentstörungen und Sonnenfältchen: UVA Schutz nach Sonnenschutzstandard

Genauso wie Sonnencremes sollten auch Gesichtspflegecremes einen wirksamen UVA Schutz enthalten (z. B. frei Sensitive Balance Gesichtscreme LSF 15). Die EU Kosmetikrichtlinie verpflichtet die Hersteller dazu, bei Sonnencremes einen UVA Schutz in Höhe von mindestens einem Drittel des UVB Schutzes zu garantieren. So beugt man mit der Pflege auch vorzeitiger Hautalterung, Faltenbildung und der Entstehung von Pigmentstörungen vor. Der Schutz vor Pigmentstörungen ist für Schwangere oder für Frauen, die die Pille nehmen, besonders wichtig.

Text: Dr. Martina Till, frei Hautpflege
Website: frei Apothekenkosmetik

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