Kleine Augenschule für gestresste Augen

Staub, Pollen, Klimaanlagen, Chlorwasser, hohe Ozonwerte oder einfach zu langes Arbeiten am Bildschirm: Nicht nur wir sind erschöpft – auch unsere Augen sind manchmal müde und gereizt und suchen Entspannung. Helfen Sie ihnen, denn Übungen und Verhaltenstipps können die irritierte Bindehaut wieder beruhigen. Es gibt viele Gründe die zu Irritationen an den Augen führen können. Wenn die Augen im Stress sind hilft auch Augentrost.

Diese Übungen können die irritierte Bindehaut wieder beruhigen:

Palmieren
Hände nebeneinander und leicht gewölbt über die geschlossenen Augen legen, ohne die Augenlider zu berühren. Augen für 2 bis 3 Minuten locker
geschlossen halten (nicht auf die Augäpfel drücken) und sich auf die Dunkelheit konzentrieren. Stellen Sie sich schöne und farbige Gegenstände oder Landschaften vor! Hände langsam von den Augen entfernen.

Die Brillenträgermassage
Mit Daumen und Mittelfinger die Nasenwurzel anfassen und den Zeigefinger zwischen die Augenbrauen legen. Mit leichten kreisförmigen Bewegungen der drei Finger die Stellen 10 bis 20 Sekunden massieren. Diese Übung tut auch Menschen gut, die keine Brille tragen!

Kühlende Augenkompresse
Nach der Anwendung von Euphrasia D3 Augentropfen kann noch eine kühlende Auflage gegen Lidschwellungen helfen: Mit kaltem Wasser getränkte Wattepads für ca. 15 Minuten auf die gereizten Augenlider legen. Warnhinweis: Keine Kamillenblüten für Augenbäder benutzen. Die feinen Härchen der Kamille reizen die Bindehaut zusätzlich und in manchen Fällen führt Kamille zu allergischen Reaktionen.

Was kann ich tun, um meine Augen zu schützen?
– Öfter Blinzeln hilft, die Augenoberfläche sauber und feucht zu halten.
– Häufig an die frische Luft gehen und durch Lüften, Zimmerpflanzen und Luftbefeuchter für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen.
– Gönnen Sie Ihren Augen mehrmals täglich den Blick in die Ferne.
– Machen Sie kurze Pausen bei der Bildschirmarbeit oder bei der Autofahrt.
– Auch Zugluft kann die Augen reizen. Stellen Sie beim Autofahren das Gebläse so ein, dass es Ihnen nicht direkt in die Augen bläst.
– Beim Radfahren oder bei übermäßigem Wind schützt eine Sonnenbrille.
– Schließen Sie mehrmals täglich für 2 – 3 Minuten die Augen.
– Trinken Sie reichlich, denn ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt hält auch die Augen feucht.

Wussten Sie, wie nützlich Tränen sind?
Augen verfügen über einen natürlichen Selbstreinigungsmechanismus: Rund 20 mal in der Minute blinzeln sie. Dadurch befreit sich das Auge von Staubteilchen und sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit über der Augenoberfläche kontinuierlich verteilt wird. Die Tränenflüssigkeit wird von einer kleinen Tränendrüse unter dem Oberlid abgesondert. Das hält die Augen feucht und sauber und schützt vor Entzündungen. Mit den Tränen werden auch abgestorbene Epithelzellen der Hornhaut ausgeschieden und ein gesunder Sauerstofftransport gewährleistet.

Ein Training für die Augen
Sehtraining kann das Auge unterstützen. Wie, das erklärt Augentrainerin Ria Kötter (Kursleiterin der Augenschule für Augenentspannung:

Warum ist es notwendig, die Augen zu trainieren?
“Unsere Augen sind in der heutigen Zeit stark gefordert und müssen täglich Höchstleistung bringen. Dafür sind drei Faktoren ausschlaggebend: Schnelllebigkeit, Leistungsdruck und visuelle Medien. Die natürlichen Bedürfnisse der Augen nach Bewegung, Abwechslung, unterschiedlichen Entfernungen sind stark beeinträchtigt. Unser Sehen spielt sich vorwiegend im Nahbereich ab, ist oft starr und einseitig, zum Beispiel für Menschen, die am Computer arbeiten und über Stunden auf den Bildschirm schauen. Natürliche Entspannungsphasen haben heutzutage kaum noch Platz in unserem Alltag. Das alles wirkt sich auch auf unser Sehen aus. ‘Sehstress’ in unterschiedlichster Form ist für viele Menschen heute ein lästiger und ständiger Begleiter.”

Was passiert beim Sehen?
“Sehen ist sehr komplex. Wenn wir von Sehen sprechen, denken wir automatisch an unsere Augen, dort findet aber nur ca. 20 Prozent des Sehvorgangs statt. Das eigentliche Sehen findet im Sehzentrum im Gehirn statt und ganzheitliche gesehen ist es ein Zusammenspiel von Auge, Körper und Geist. Zum Beispiel beeinflusst unsere körperliche Konstitution  unser Sehen, so können Blockierungen und Verspannungen im Körper die Sehfähigkeit beeinträchtigen. Oder: Interessiert mich etwas besonders, schaue ich viel wacher, das wirkt sich auf die Qualität des Sehens aus. Sehen ist also ein gesamtkörperlicher Vorgang und mit unterschiedlichsten Übungen kann ich Einfluss auf den Sehvorgang nehmen.”

Welche Übungen können Sie empfehlen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen?
“Die Nah-Fern-Übungen sind sehr einfach umzusetzen. Den Augen immer wieder unterschiedliche Entfernungen bieten, das trainiert die Sehschärfeneinstellung. Mehrmals täglich mit bewusstem Blick weit hinaus aus dem Fenster schauen, scharf in die Ferne sehen und ein paar Mal tief durchatmen. Auch Entspannungsübungen wirken sich positiv auf das Auge aus. Innehalten, fünf bewusste Atemzüge nehmen, tief ein- und den Stress ausatmen.”
 
Wie kann Augentraining das Sehen unterstützen?
“Augen- und Sehübungen können Beschwerden vorbeugen und die vorhandene Sehkraft stärken. Beispiel: Die Augen wollen bewegt werden, dafür sind sie von Natur aus mit wunderbaren Augenmuskeln ausgestattet. Tun wir das nicht, weil wir den ganzen Tag am Bildschirm arbeiten, kann ein Gefühl von Ermüdung oder auch Augenbrennen entstehen. Das so gestresste Auge ist anfälliger und empfindlicher. Augenübungen sind eine wirkungsvolle Methode, den Augen Entspannung und Entlastung zu verschaffen. Bei schwerwiegenden Augenproblemen ist Sehtraining allerdings immer als Ergänzung und Begleitung zur augenärztlichen Behandlung zu verstehen.

Augentrost – ein kleiner Helfer aus dem Weleda Heilpflanzengarten
Man braucht gute Augen, um das zierliche Wiesenblümchen überhaupt
zu entdecken. Das kleine Sommerwurzgewächs mit dem kräftigen gelben Fleck auf der Unterlippe der Blüte fühlt sich seit 2003 auch im Weleda Heilpflanzengarten wohl. In Kooperation mit der Universität Hohenheim gelang es, die Heilpflanze in Kultur zu nehmen. Schließlich steht sie seit 1997 auf der Roten Liste der weltweit vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten. In der Medizin wird Euphrasia officinalis seit vielen Jahren eingesetzt, traditionell auch bei geröteten, brennenden und tränenden Augen.

Jährlich verarbeitet Weleda mehr als hundert Kilogramm Euphrasia als Frischpflanze zu Tinkturen für Arzneimittel und Naturkosmetik. Das Sammeln der kleinen Pflanzen, die sich auch im Weleda Garten gut zwischen Wiesenkräutern verstecken, ist mühsam. Der Weg des Ernteguts bis zur Eingangsuntersuchung in der Tinkturenherstellung dauert jedoch nur wenige Minuten: So ist die Euphrasia bei der Verarbeitung ganz frisch und trägt noch all ihre Heilkräfte in sich.

Euphrasia besänftigt die erhöhte Stoffwechselaktivität am Auge und reguliert beispielsweise vermehrte Tränenproduktion. Die Wirksamkeit der Weleda Euphrasia D3 Augentropfen wurde durch eine prospektive Beobachtungsstudie wissenschaftlich bestätigt.

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