Was soll das bedeuten?

Wir können uns vor komplizierten Fremdworten kaum noch retten. Hier wird die Hyaluronsäure angepriesen, da der Histaminkomplex. Klingt ja alles sehr gut, aber was das bedeuten soll, wissen die wenigsten. Wir klären auf.

Hyaluronsäure
Hyaluronsäure wird vor allem in der Werbung als wahres Wundermittel verkauft. Es soll Falten aufpolstern und die Haut verjüngen. Ganz nebenbei macht es angeblich auch noch die Wimpern dichter und steife Gelenke wieder beweglich. Wie kann eine Säure so vielseitig sein?
Hyaluronsäure kommt bei Wirbeltieren im Gewebe vor. Sie hat die besondere Eigenschaft, große Mengen an Wasser zu binden. Auf ein Gramm der Säure kommen dabei ganze sechs Liter Wasser. Durch die Bindung von Wasser unter der Haut entsteht an der Oberfläche ein pralles, wie aufgepolstertes Ebenbild.
So eignet sich Hyaluronsäure nicht nur zum „Ausbügeln“ von Fältchen, sondern auch für Brust- und Lippenvergrößerungen.
Da die reine Säure nur schlecht von der Haut aufgenommen wird, wird in der ästethischen Kosmetik lediglich auf Fragmente, genannt HAF, gesetzt.
Die Wirkung einer Hyaluronsäurebehandlung ist allerdings nicht permanent. Der Effekt hält „nur“ sechs bis zwölf Monate an.

Kollagen
Collagene sind Proteine, die vor allem im Bindegewebe auftreten. Das in der Kosmetik verwendete Kollagen wird in den meisten Fällen aus Schweinehaut extrahiert und in Cremes verarbeitet. Auch beim Unterspritzen von Falten findet es Anwendung. Kollagen ist besonders zugfähig und damit kaum dehnbar. Kollagenfasern können Zugkräfte des bis zu zehnfachen ihres Eigengewichtes aufnehmen.
Beim Auftragen bildet das Kollagen eine feuchtigkeitsspendene Schicht auf der Haut, die die Oberfläche optisch fülliger wirken lässt. Das Protein wird mittlerweile auch in Mascara und Lippenstift verwendet.
Die Kollagen-Moleküle sind jedoch zu groß, um in die untersten Hautschichten einzudringen. Dadurch ist auch hier der aufpolsternde Effekt nicht von allzu langer Dauer.

Antioxidantien
Antioxidantien sind chemische Reaktionen. Sie sind sowohl natürlich aufzufinden sowie synthetisch herstellbar. Wie der Name schon sagt, schützen Antioxidantien den Körper, vor allem die Haut, vor Oxidationsreaktionen. Bei einer solchen Reaktion gelangen freie Radikale in die Haut und bewirken oxidativen Stress. Dabei wird in der Zelle eine übermäßige Menge an reaktiven Sauerstoffverbindungen gebildet. Das lässt die Haut schneller altern.
Antioxidantien werden vor allem durch Nahrung aufgenommen, z.B.in Kaffee, Tee, Bananen und Rotwein. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur wirksamen Nahrungsergänzung durch Antioxidantien fehlen jedoch.
Gesunde Zellen regulieren die Oxidationsreaktionen überdies von allein.

Gut zu wissen: Der Begriff „Anti-Aging“ ist nicht geschützt. Das bedeutet: Es muss nicht immer drin sein, was draufsteht. Im Kampf gegen das Alter trifft man deswegen immer häufiger auf leere Versprechungen.

Fotos: L’Oréal Paris, Boots Laboratories Serum 7, Olaz

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